Was ist der achteckige Aluminium-Topf auf italienischen Kochherden?





In vielen italienischen Haushalten steht auf dem Küchenherd eine kleine achteckige Aluminium-Kaffeekanne. Sie hat zwei Hauptteile. Unten kommt Wasser hinein, in einen kleinen Korb in der Mitte kommt gemahlener Kaffee, und der obere Teil bleibt zunächst leer. Nach ein paar Minuten auf der Gasflamme baut sich im Inneren Druck auf, und der Espresso steigt durch das mittlere Rohr nach oben. Das ist die moka pot.
Die moka pot wurde 1933 von einem italienischen Aluminiumarbeiter erfunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie zu einem üblichen Gerät für Espresso zu Hause. Heute besitzen etwa 70–90% der italienischen Haushalte eine. Das unterscheidet Italien deutlich von Ländern, in denen Kapselmaschinen oder Filterkaffeemaschinen in der Küche häufiger sind. Das achteckige Design gehört außerdem zur ständigen Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York.
In vielen anderen Ländern gibt es in der Küche eher eine Kapselmaschine, eine Filterkaffeemaschine oder löslichen Kaffee. In italienischen Haushalten steht die achteckige Aluminiumkanne auf dem Herd. Daneben sind ein oder zwei kleine Espressotassen mit Untertellern und kleinen Löffeln schon bereitgestellt.