Warum stehen Verkaufsautomaten in Japans ländlichen Gegenden?





An einer schmalen Straße, die über einen Berg führt, steht zwischen zwei Dörfern, an einer kaum frequentierten Stelle, ein einzelner Verkaufsautomat. Japans jihanki — Getränkeautomaten — zählen rund 4 Millionen Geräte; damit hat das Land die weltweit höchste Dichte pro Kopf. In Städten ist es üblich, dass in einem Häuserblock zwei oder drei stehen. In Bergregionen oder neben Reisfeldern gehört auch ein einzelner Automat zum vertrauten Bild.
Im selben Gerät gibt die obere Reihe mit rotem Streifen warme Dosen aus, die untere Reihe mit blauem Streifen kalte; je nach Jahreszeit wird das Sortiment im Inneren fast vollständig ausgetauscht. Diese Landschaft setzte sich in den 1960er-Jahren durch, als sich der unbemannte Verkauf am Straßenrand verbreitete. Nachts kann das kleine Licht, das rund um die Uhr brennt, auch eine dunkle Straße markieren. In manchen Ländern bleiben Verkaufsautomaten an Bahnhöfen und Schulen. In Japan stehen sie an den Biegungen der Straße.